Diagnose und medikamentöse Therapie der axialen Spondyloarthritis inklusive ankylosierender Spondylitis   PDF
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Autor: Prof. Dr. Joachim Sieper,Charité Universitätsmedizin Berlin, Rheumatologie

Mit freundlicher Unterstützung von Novartis Pharma GmbH

gültig: 08.01.2018-08.01.2019

zertifiziert durch die Bayerische Landesärztekammer mit bis zu 4 Punkten

Zertifizierung Kategorie I

Bearbeitungszeit: 90 Minuten

Teilnahme ist kostenfrei

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technische Voraussetzungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kurzbeschreibung: Die Krankheitsgruppe der Spondyloarthritiden (SpA) ist eine Familie entzündlich rheumatischer Erkrankungen, die durch Entzündungen des Achsenskeletts und der Enthesen gekennzeichnet sind und eine Assoziation mit dem HLA-B27-Gen aufweisen. Allgemein werden primär axiale Formen der SpA von primär peripheren Formen unterschieden. Die Mehrzahl der Patienten ist von einer axialen SpA (ax-SpA) betroffen, eine durch chronischen Rückenschmerz und Gelenkversteifungen charakterisierte Erkrankung. Im Unterschied dazu sind Arthritis in den peripheren Gelenken, Enthesitis und/oder Daktylitis typische Kennzeichen einer peripheren SpA, deren häufigste Form die Psoriasis-Arthritis (PsA) ist. Sowohl axiale als auch periphere Formen der SpA weisen oftmals Manifestationen bzw. Assoziationen mit Erkrankungen außerhalb des Bewegungsapparates auf. So treten etwa Uveitis, Psoriasis und seltener auch chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn häufig gemeinsam mit einer SpA auf.

Per Definition umfasst der Begriff axSpA das gesamte Spektrum der Patienten mit strukturellen Veränderungen der Sakroiliakalgelenke, die mittels Röntgenbild erkennbar sind (ankylosierende Spondylitis, AS, Morbus Bechterew = röntgenologische axSpA) sowie Patienten ohne radiologisch sichtbare Veränderungen in den Sakroiliakalgelenken (nicht-röntgenologische axSpA, nr-axSpA). Da das Vorhandensein krankheitsbedingter knöcherner Veränderungen am Achsenskelett bei einer axSpA erst im späteren Krankheitsverlauf auf dem Röntgenbild nachweisbar ist, stellen die AS und nr-axSpA verschiedene Stadien eines einheitlichen Krankheitsbildes dar. Die Unterschiede liegen hier lediglich in der Krankheitsdauer und dem Ausmaß der zu einem bestimmten Zeitpunkt im Röntgenbild nachweisbaren strukturellen Veränderungen. Eine Diagnose früherer Krankheitsstadien, bei denen noch keine knöchernen Veränderungen im Röntgenbild erkennbar sind, also eine radiologische Progression sich noch nicht manifestiert hat, ist jedoch möglich und notwendig.

AS weist in Deutschland eine Prävalenz von 0,3 % bis 0,5 % auf und betrifft zu ca. 62 % männliche Patienten. Im Verlauf der Krankheit kann die Verknöcherung am Achsenskelett in seltenen Fallen zur Entwicklung einer charakteristischen Bambusstabwirbelsäule fuhren, die mit stärkeren Einbußen der Wirbelsäulenbeweglichkeit einhergeht.

Generell handelt es sich bei der axSpA um eine potenziell auch schwere Krankheit mit vielfaltigen Manifestationen, die in der Regel ein multidisziplinares Management erfordern. Insbesondere wenn eine axSpA frühzeitig erkannt wird, kann eine effektive multimodale Therapie, die nicht-medikamentöse Verfahren und klassische pharmakologische Therapieoptionen und/oder den Einsatz neuartiger Medikamente wie Biologika (bDMARD, biological Disease-Modifying Antirheumatic Drug) vereint, die Symptomatik und die Lebensqualität der Patienten nachhaltig verbessern. Ziel der vorliegenden Fortbildung ist es daher, einen Überblick sowohl über die Diagnostik der axialen SpA (nr-axSpA und AS) als auch über die aktuell zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten zu geben.

         
         
         
         

 

 

 

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